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Deutsche Seenotretter erhalten Überlebenstraining

01. 06. 2017 | 11:15

Zahlreiche Geflüchtete wagen in den Frühjahrs- und Sommermonaten wieder die gefährliche Reise über das zentrale Mittelmeer in Richtung Europa. Um das Rettungspersonal der Berliner Organisation Jugend Rettet e.V. ergänzend auf ihre Aufgabe vorzubereiten, erhalten sie von der German Wind Academy und Fachbereich Offshore des Ortsverbands Stedingen der Johanniter-Unfall-Hilfe einen umfassenden SAR-Responder-Kurs (Search and Rescue) zu Einsatztaktik, Rettungsmaterial und Umgang mit maritimen Gefahrensituationen.

„Praktische Hilfe leisten“ hat sich das Team von Jugend Rettet auf die Fahnen geschrieben. Ihr Ziel: Schiffbrüchige, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, finden und retten. Seeleute, Ärzte, Sanitäter, Schnellbootführer und Übersetzer leisten dabei freiwillig höchsten Einsatz und werden mit komplexen Einsatzszenarien konfrontiert, auf die eine realitätsnahe Vorbereitung vorerst schwierig erscheint. Schlechte Wetterbedingungen, Massenanfälle von erschöpften, leicht bis schwer verletzten Menschen und wenig Hilfe von außerhalb prägen ihren Einsatz. Um die unter diesen Umständen zu leistenden Rettungsoperationen zu unterstützen, bietet die German Wind Academy GmbH (GWA) gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) ihr Fachwissen aus der Notfallversorgung von Menschen auf Offshore-Windenergie-Installationen an. An zwei Wochenenden werden Multiplikatoren von Jugend Rettet am GWA-Standort Elsfleth geschult und durch erfahrene Hochseeretter auf Gefahrensituationen und Notverfahren vorbereitet. Zum Einstieg vermittelt die Johanniter am ersten Tag umfassende Kenntnisse zur Reanimation, dem sogenannten Basic Life Support (BLS), sowie zur Wundversorgung von Schnitten, Verbrennungen und stark blutenden Wunden. Zudem werden die Teilnehmer in der Triage-Schulung angelernt, Notfallsituationen richtig einzuschätzen und zu bewerten, um sich bei einer großen Anzahl an Verletzten schnell einen Überblick verschaffen zu können.

Am zweiten Tag folgt das praktische Training in der Schwimmhalle des Maritimen Trainingszentrums Wesermarsch auf dem Maritimen Campus in Elsfleth. Die GWA schult beim sogenannten „Sea Survival“ das Retten von Menschen aus dem Wasser und aus Booten sowie den sicheren Überstieg auf Schiffe. Weiterhin bekommen die Teilnehmer eine Anleitung zum richtigen Umgang und der Anwendung von Überlebensanzügen und Rettungswesten. Sie erfahren, wie sich der Anzug im Wasser anfühlt und wie sie ihre Bewegungen richtig koordinieren. Das gesamte Training findet in unterschiedlichen Stufen statt. Geübt wird zunächst bei glattem Wasser. Im weiteren Tagesverlauf wird die See stürmisch und der Wellensimulator kommt zum Einsatz. Bei annähernd vollständiger Dunkelheit, simuliertem Gewitter mit Donner und Blitzen, bekommen die Teilnehmer ein Gefühl dafür, was sie im äußersten Notfall erwarten könnte.

Die Ausbildungszyklen werden von der GWA und der JUH auf Spendenbasis durchgeführt. Beide Partner verfügen über ein breites Kompetenzspektrum und sind regelmäßig in den Offshore-Windparks in der Deutschen Bucht im Einsatz. Daher liegt es nahe, aktiv andere, auf See operierende Hilfsorganisationen mit Fachwissen und realitätsnaher Simulation zu unterstützen.

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Die German Wind Academy (GWA) bietet richtlinienkonforme Trainings in den Bereichen Sicherheit und Technik mit hohem Realitäts- und Praxisbezug für die Windenergie und verbundene Branchen an. Durch realitätsnahe Übungen auf Windenergieanlagen, Plattformen, auf hoher See oder exponierten Tätigkeitsorten, schult die GWA ihre Teilnehmer in der bewussten Wahrnehmung potentieller Gefahrenquellen - das schafft Handlungssicherheit, zeigt Handlungsalternativen auf und beugt Gefahrensituationen proaktiv vor. „Sicherheit praktisch gestalten“ lautet das Leitmotiv. Daher sind alle Trainer regelmäßig vor Ort im Einsatz und wissen genau, worüber sie in den Trainings berichten.

Als besonderes Angebot der GWA sind die medizinischen Trainings hervorzuheben, die in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) angeboten werden. Durch den Einsatz von Rettungsassistenten und Notfallsanitätern der JUH auf mehreren Plattformen und Schiffen in der Nordsee sowie als Kooperationspartner der Northern Helicopter Services (NHC) für den Bereich Luftrettung, verfügt das Team über jahrelanges Wissen.

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